Spannung in den Alpen: Bergkrimis

Ich liebe die Berge. Und ich lese furchtbar gern spannende Bücher. Was liegt da näher, als in Krimis zu schmökern, die in den Bergen spielen? Der Bergverlag Rother hat sogar eine eigene Reihe „Bergkrimi“. Die hab ich für euch mal unter die Lupe genommen.

Angefangen hatte meine Lust auf Bergkrimis mit den Büchern von Jörg Maurer um Kommissar Jennerwein. Spannend und vor allem auch humorvoll wird hier rund um Garmisch-Partenkirchen ermittelt.

Dann habe ich die Reihe des Bergverlags Rother entdeckt. Folgende Krimis bekam ich zur Verfügung gestellt:

Irmgard Braun:
Vermisst.
Monika Trautners 1. Fall (2016)

Irmargd Braun:
Verraten.
Monika Trautners 2. Fall (2017)

Lutz Kreutzer:
Der Grenzgänger.
Eddy Zett und der Mörder vom Sternberg (2015)

Eric Barnert:
Schneekristalle.
Martin Keller und die Schatten der Silvretta (2016)

Eines vereint alle diese Krimis: Die Autor/Innen sind Kenner der Berge und des Bergsports, leiten etwa Kurse beim Deutschen Alpenverein und/oder sind Autoren von Handbüchern des jeweiligen Sports oder für einschlägige Magazine. Ob die Protagonisten der Krimis nun auf Skitouren unterwegs sind oder alpin klettern, die Berge spielen eine zentrale Rolle. Als bergaffinier Leser hat man schon allein daran Vergnügen.

Spannend sind die Krimis sämtlich, wenn sie auch sehr unterschiedlich sind. Am härtesten ist die Jagd von Eddy Zett auf einen grausamen Serienkiller in Kärnten und den Dolomiten. Zunächst werden „nur“ Tiere verstümmelt aufgefunden, dann jedoch auch Frauen. Und der Ermittler muss begreifen, dass es bei alledem um ihn selbst geht. Spannend, ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen.

Viel historischen Background bekommt der Leser in Eric Barnets „Schneekristalle“ mit auf den Weg. Mir war es – und ich sage das als Historikerin – etwas zu viel: Die Gespräche über die dunkle NS-Vergangenheit der Region und einiger Verwandter der Akteure nach einem sportlichem Tag abends auf der Hütte kamen mir teilweise etwas artifiziell vor. Das war teilweise etwas langatmig. Trotzdem ein spannender Krimi, der mich in den Bann gezogen hat, wenn auch nicht so sehr, wie die der anderen beiden Autoren.

Meine neue Lieblingsermittlerin ist Monika Trautner, die sagenhaft gut kletternde Rentnerin, die gemeinsam mit ihrem Enkel schon zwei schwierige Fälle gelöst hat. Im ersten Fall ist ausgerechnet die junge Frau nach einem Kletterkurs verschwunden, in die sich Liam, der Enkel, verliebt hat. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach ihr und geraten selbst in Gefahr. Im zweiten Krimi wird Moni Trautner, die durch die Auflösung des ersten Falles einige Aufmerksamkeit bekommen hat, nach dem Mord an einem Kletterer, der gerade die Geschäftsführung eines Outdoor-Ladens übernommen hat, engagiert, um den Fall aufzuklären. Wieder ist das spannend und gut erzählt, die Ermittlerin ist eine starke und sympathische Frau – und ich freue mich schon auf den nächsten Fall für Monika Trautner.

Fazit: Wer Berge liebt und außerdem gerne spannende Bücher liest, sollte sich die Reihe „Rother Bergkrimi“ unbedingt mal anschauen.

Und jetzt bin ich gespannt, was eure Bergkrimi-Empfehlungen sind? Was soll ich unbedingt lesen???

Ein Gedanke zu „Spannung in den Alpen: Bergkrimis“

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