Die SALOMON 4 TRAILS starten morgen: vier Tage Trailrunning vom Feinsten

Zum 5. Jubiläum des Etappenrennens hat sich Veranstalter Plan B etwas ganz besonderes einfallen lassen: Ein neue Strecke, geplant und designt von niemand geringerem als Zauberlehrling Philipp Reiter und Gripmaster Stephan Repke. Von Berchtesgaden über Bad Reichenhall, Ruhpolding und Lofer laufen die über 500 Athleten bis ins österreichische Maria Alm.

144,4 Kilometer und 8660 Höhenmeter sind dabei zu überwinden, die neue Route der SALOMON 4TRAILS verspricht reinstes Trailrunner-Glück. Und es wird anstrengend, zumal bei den Temperaturen. Der Start zur ersten Etappe wurde aufgrund einer Hitze- und Gewitterwarnung schon von 10 Uhr auf 8 Uhr vorverlegt.

Und schon diese Etappe klingt ganz wunderbar. Hier Auszüge aus einer Beschreibung von Philipp Reiter auf der Veranstalterseite: „Der erste lange Anstieg über 6 Kilometer und gut 1.000 Höhenmeter auf dem Stöhrhausweg wird den Läufern einiges an Schweiß kosten, aber es lohnt sich auf jeden Fall den einen oder anderen Blick zurück in die Berchtesgadener Bergwelt zu werfen!

Am linken Rand der markanten Untersberg Südwand führen einige lange Serpentinen hinauf zum Gatterl am Stöhrhaus (1602 m). Der wunderschöne Singletrail zieht an den idyllischen Zehnerkaseralmen vorbei, welche mit ihren saftig grünen Wiesen und dem leisen Kuhglockenläuten zu einer kurzen Pause verleiten (würden). Bad Reichenhall kann man von dort bereits in einiger Ferne ausmachen, aber es wird noch ein bisschen dauern bis der Zielbogen durchlaufen werden kann.

Doch die Erholung ist nur von kurzer Dauer, denn der Alpinsteig trägt seinen Namen nicht zu unrecht. In einem rückwertigen Vertical Kilometer geht es in weniger als 2,5 km über einen kleinen, sehr steilen Pfad hinunter zur zweiten Verpflegungsstelle an der Holzstube in Hallthurm (704m).

Die ersten 13km sind geschafft! Warum der Weg auch „Knieschnackler“ genannt wird? Das werden die Läufer dann schon selbst herausfinden 😉

[…] Leicht wellig geht es – den Watzmann immer im Blick – auf einem der schönsten Wege des Berchtesgadener Land zur „Steinernen Agnes“. Der Sage nach wurde die Sennerin aus Schutz vor den Verführungskünsten des Teufels versteinert, aber die Trailrunner sind ja standhaft genug, sich nicht auf einer der herrlich gelegenen Aussichtsbänke auszuruhen.

Man kreuzt einige kleine Rinnsale, die etwas Kühlung für die doch schon angeschlagenen Beine spenden, bevor man unterhalb des Karkopfs das „Tal des Todes“ quert. Hier brennt die Sonne gnadenlos herunter und durch die Kessellage herrscht kaum ein Luftzug. Aber nach etwa 200Hm ist die Pein vorbei und am Grat angekommen geht es gut laufbar durch weite Latschenkieferfelder weiter zum höchsten Punkt des Tages, dem Hochschlegel (1688m).

[…] Jetzt geht es wieder ein paar Meter in die gleiche Richtung zurück bevor der Weg scharf links zum Alpgartensteig abzweigt. Ein wunderschöner, technisch aber durchaus anspruchsvoller Downhill führt recht steil bergab und nach etwa einem Drittel gelangt man zur „Himmelsleiter“, die mit ihren 150 Hm so einigen Stufen aufwartet und wieder höchste Konzentration erfordert. Vielleicht hat ja jemand die Muse die Stufen zu zählen?!?!

Direkt neben einem Wildbach mit kristallklarem Wasser wird der Weg zunehmend flacher und spuckt einen direkt im Wanderzentrum (600m), dem Tourenausgangspunkt Nummer 1 in Bayerisch Gmain, aus. Hier bietet sich noch einmal die Möglichkeit an der letzten Verpflegung Energie zu tanken und die Wassertanks aufzufüllen bevor es die Reichenhaller Trainingsstrecke zum Dötzenkopf hinaufgeht – 1,8km und 400Hm pure Gewalt!

Wer es von dem Gitterrost am Parkplatz bis zum Gipfelkreuz (1001m) noch in weniger als 20 Minuten schafft, wäre in der ewigen Bestenliste ziemlich gut dabei.

Auf dem rasanten, finalen 4km langen Abstieg kann man das Zielgelände zwar schon von weitem erblicken, aber bis dahin macht der Weg noch einige Schleifen und entlässt einem am Festplatz vom Trail. Durch die „Obere Stadt“, dem ursprünglichen Stadtkern, vorbei am Florianiplatz, trennt einen nur noch ein kurzer Kilometer vom Zielbogen in der Alten Saline.“

Dies waren nur Auszüge – aber machen sie nicht eine unendlich große Lust auf alles, was da in den kommenden Tagen auf uns Trailrunner zukommt?

Ich bin jedenfalls aufgeregt und freue mich wie verrückt. Auf die Strecken, auf die Atmosphäre und die Gänsehaut beim Start, auf die vielen, vielen Freunde und Bekannten, die auch am Start sind. Das wird ein großes und gigantisches Trailrunning-Festival.

Noch einmal Philipp Reiter: „Mögen die Spiele und das Abenteuer beginnen!“

 

 

(Beitragsbild: Plan B)

 

 

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