Von wegen Motivationsprobleme: Vom Laufen im Winter

Auf meinen Laufrunden ist jetzt eines sehr deutlich zu erkennen: Es wird immer leerer. Morgens oder abends im Dunkeln kommen mir manchmal kaum noch Läuferinnen und Läufer entgegen. Selbst am Wochenende, mitten am Tag, ist bei meinen langen Läufen an der Isar großer Schwund bemerkbar. Ich finde ja, Laufen geht immer und auch wenn momentan bei ungemütlichen und düsteren Bedingungen auch wenn es mir manchmal schwerer fällt, mich aufzuraffen, so lasse ich es letztlich doch nicht sein – zum Glück, denn nach ein paar Metern bin ich froh und nach dem Lauf dann absolut glücklich.

Warum also macht Laufen auch im Herbst und Winter glücklich und warum sollte man jetzt nicht darauf verzichten?

– Das Gefühl, durch raschelndes Laub zu laufen, ist unbezahlbar. Und wenn es ihn den endlich gibt: Knarzender Schnee ist super unter den Füßen!

– Durch Regen und Matsch zu laufen hat etwas ungeheuer befreiendes. Der Dreck spritzt, Du darfst in Pfützen und Schlammlöcher springen – das war zuletzt als Kind ok 🙂

– Mit vernünftiger und angemessener Kleidung ist es ganz wunderbar, die Natur und die Witterung zu spüren: Wenn ich vernünftig angezogen bin, also nicht friere (beim Loslaufen darf man ruhig noch etwas Frösteln) stört mich kein Regen, kein Wind und ohnehin auch kein Schnee.

– Der Kopf wird frei, neue Ideen und Gedanken entstehen, wenn der Wind einem so richtig um die Ohren bläst.

– Gegen schlechte Laune hilft Laufen auch bei Schmuddelwetter.

– Während eines langen Laufes durch kaltes und nasses Wetter ist der Gedanke an die warme Badewanne danach so unglaublich schön.

– Das Immunsystem wird gestärkt, uns Allwetterläufer fällt nicht ständig eine Erkältung an.

– Alle klagen spätestens an Weihnachten über Winterspeck – da haben wir kein Problem damit.

– Im Winter werden die Grundlagen für die neue Saison gelegt; wenn ich mich kaum aufraffen kann, denke ich an all die tollen Ziele im neuen Jahr – am besten jetzt schon für einen attraktiven Wettkampf im Frühjahr anmelden.

– Kleinere Wettkämpfe im Winter oder eine Winterlaufserie sind ein tolles Mittel, seine Form zu halten.

– Es ist ein Extra-Kick fürs Selbstbewusstsein, sich bei ganz hässlichem Wetter aufgerafft zu haben: Kaum jemand ist unterwegs, ich aber habe es geschafft, mich aufzuraffen. Das Glücksgefühl danach ist ungeheuer groß.

– Mit knallbunter Laufkleidung dem grauen Wetter etwas entgegensetzen, das macht Spaß.

– Ein Trick, den man nicht allzu oft anwenden sollte (es sei denn, man kann es sich leisten): Tolle neue Laufklamotten kaufen – ich will dann immer sofort, ganz direkt losrennen, hilft immer!

 

Es gibt so viele gute Gründe – in diesem Sinne: Keep on Running!

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