Barfußschuhe: sinnvolles Training für die Füße

Dieser Beitrag von einem Betreiber eines Barfußschuh-Blogs über das Thema Minimalschuhe eröffnet eine unregelmäßige neue Serie auf Running Happy: Gastbeiträge sollen euch die Möglichkeit geben, andere Blogger und ihre Seiten kennenzulernen!

barfussschuh-trend

 

Von Jari Vermeegen

Haben Sie Beschwerden? – egal ob Knieprobleme, Gelenkschmerzen oder Rückenprobleme?

Oft liegt die Ursache näher als wir es vermuten. Ein großer Teil der Gesellschaft vernachlässigt Ihre Fußgesundheit und bekommt dadurch Haltungsschäden. Diese wiederum wirken sich negativ auf Ihre Gesundheit aus.

Unsere Füße leisten Schwerstarbeit und das Jahr für Jahr. Aber durch die gedämpften Schuhe, die unseren Füßen eine Menge Arbeit abnehmen, werden unsere Füße nur zum Teil belastet.
Sehnen und ein großer Teil der Tiefenmuskulatur wird kaum beansprucht und aus diesem Grund empfehlen Orthopäden regelmäßiges Barfußlaufen oder das Tragen von Minimal- oder Barfußschuhen.

Was sind aber Barfußschuhe und woran erkennt man solche?

Das erste Merkmal eines solchen Modells ist die geringe Sprengung. Minimalschuhe haben immer einen geringen Höhenunterschied zwischen Vorfuß und Ferse – oft auch gar keinen.
Durch die geringere Sprengung wird es also dem Läufer ermöglicht, mit dem Mittel- oder Vorfuß aufzutreten und somit eine natürlichere Lauftechnik und eine natürliche körpereigene Dämpfung zu entwickeln bzw. zu besitzen.

Des Weiteren ist die Sohle sehr flexibel. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Abrollbewegung kaum manipuliert wird.

Die dritte Eigenschaft ist die Zehenfreiheit. In Minimalschuhen haben die Zehen mehr Freiraum und können kombiniert mit der Sohle individuell auf den Bodenkontakt reagieren. Somit werden auch mal zur Abwechslung die Zehen gefordert.

Als letztes kommt das Schuhgewicht. Meist wiegen Minimal- oder Barfußschuhe nur 100 bis 200 Gramm. Sie sind also sehr leicht. Vorteil an einem geringen Schuhgewicht ist, dass die Schuhe nicht die zusätzlichen Gewichte im Bewegungsablauf haben und die Beinbewegung somit weniger beeinträchtigt wird.
Eine gute Faustformel ist: umso höher das Gewicht der Schuhe ist, umso mehr verändern sich auch die Hebelwirkungen beim Laufen. Mit höheren Gewichten an den Füßen schwingen die Beine also viel weiter nach vorne und dadurch wird die Bewegung unnatürlich.

Resümee:

Es ist also höchste Zeit seine Füße vernünftig zu trainieren. Die Lösung heißt Barfuß laufen oder gelegentlich Barfußschuhe nutzen. Dadurch werden Probleme mit den Gelenken und Haltungsschäden vorgebeugt bzw. das Risiko ist geringer davon befallen zu werden.

Gedämpfte Schuhe, die stützen und führen, sind zwar sehr bequem für den Nutzer, aber nicht für seine Gelenke. Aus eigener Erfahrung hat es sich bewährt, eine gute Mischung in der Nutzung zu haben. Mal Barfußschuhe und mal traditionelle Laufschuhe.

Hier gibt es aber auch noch eine Menge zu beachten, deshalb schauen Sie mal auf unserem Blog vorbei. Dort werden Sie eine Menge weitere und tiefgreifendere Informationen finden, falls Sie das Ganze Thema interessiert.

Wie gewöhne ich mich am besten an Barfußschuhe?

Einsteiger haben oft Beschwerden, sobald Sie mit Barfußschuhen beginnen. Grund dafür liegt an der Überlastung. Meist wird nämlich das gleiche Trainingspensum absolviert. Das ist jedoch nicht förderlich und eher kontraproduktiv.

Wichtig zu Beginn ist, dass Sie die Rückfuß-Technik beiseite legen und sich die richtige Lauftechnik (mehr dazu auf unserem Blog) aneignen und perfektionieren. Zusätzlich müssen Sie sich an Ihr Trainingspensum herantasten, weil Ihre Sehnen sonst überstrapaziert werden.
Ihre Muskeln jedoch halten es aus. Womit Sie aber rechnen sollten, ist ein Muskelkater an Stellen, die Sie vorher noch nie wahrgenommen haben.

Um sich also optimal an die Modelle zu gewöhnen lernen Sie zuerst die richtige Technik, halbieren Ihr altes Trainingspensum und steigern es Woche für Woche um 5-10%.

Hinweis: Selbst wenn Sie keinen Muskelkater haben, ist eine Eingewöhnung wichtig, da Ihr Fuß die neue Lauftechnik überhaupt nicht gewöhnt ist und eine Verletzung alles andere als Förderlich wäre.

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