Mit Yeti in die Wüste

Yeti wird mich in die Wüste Namibias begleiten. Wenn es abends kalt wird, dann ziehe ich die leichteste Daunenjacke an, die man sich nur vorstellen kann, und später schlüpfe ich in meinen Daunenschlafsack.

Neulich in den Bergen, bei einer Schneeschuhtour auf den Jenner, hatte ich auch eine Jacke von Yeti an, und beim Trailrunning-Camp auf Mallorca hat mich in der Mittagspause im Straßencafé, wenn es einmal windig wurde, eine Weste (die „Caring“) der ostdeutschen Daunen-Spezialisten geschützt.

Yeti-The Down Specialist ist eine Marke mit Sitz in Görlitz, gehört seit 2005 zu Nordisk Freizeit, einem Outdoor-Anbieter mit Wurzeln in Dänemark, und ist Spezialist für Schlafsäcke, Jacken und Westen. Die Crystal Down, die Daunen, die Yeti dabei verwendet, stammen ausschließlich von europäischen Vögeln und bestehen fast vollständig aus weißer Gänsedaune aus Polen und Deutschland. Das Unternehmen arbeitet möglichst umweltschonend, hat in den 1990er Jahren ein eigenes System entwickelt, um die Herkunft der Daunen transparent zu machen und sicherzustellen, dass die Zulieferkette von guter Qualität ist. Auch der Tierschutz spielt bei Yeti eine wichtige Rolle, richtet sich streng nach Regeln der European Down & Feather Association, die unter anderem genaue Regeln für die Tierhaltung vorschreibt, außerdem werden nur Daunen verwendet, die als Nebenprodukt der Fleischproduktion abfallen, Tiere werden also nicht lebend gerupft .

Soviel zu ethischen Fragen, und die Funktion? Daune ist warm, Daune ist leicht und Daune lässt sich sehr stark komprimieren und kehrt danach wieder in ihre Form zurück – perfekt für Outdoor-Abenteuer, bei denen es genau auf diese Eigenschaften ankommt: Ich brauche etwas, das genügend wärmt, im Rucksack aber nicht zu viel Platz weg nimmt und auch nicht viel wiegt. Es ist irre, wie warm eine federleichte Jacke wie die Cirrus, die mich in die Wüste begleiten wird, ist: 140 Gramm wiegt das gute Stück und wenn ich sie anziehe, wird mir trotzdem sofort wohlig warm. Der Passion Three, mein Schlafsack für Namibia, wiegt in Größe L 530 Gramm, meiner hat Größe M.

Die Tay, eine Hybridjacke, bei der der Körper nur vorne von Daune geschützt ist, habe ich sowohl beim Langlaufen als Zwischenschicht als auch bei einer Tour bei schon milden Temperaturen im Schnee als Jacke zu schätzen gelernt. Die Jacke macht jede Bewegung mit, ist nicht zu warm, von vorne bin ich aber gegen Wind und Kälte geschützt. Perfekt. Ich durfte sie vor einiger Zeit schon mal im Jackentest für das Magazin Bergwelten in der Eisriesenwelt in Werfen testen, schon damals hat sie mich überzeugt.

Yeti unterstützt uns, die Abenteurer, die als Little Desert Runners Club gemeinsam mit Rafael Fuchsgruber Anfang Mai das 4Deserts Sahara Race in Nambia laufen werden. Das ist eine perfekte Kooperation, die Gründe dafür habe ich schon genannt. Doch auch weit über diese Unterstützung hinaus bin ich ein echter Fan von Yeti und seiner Daune geworden. Die Produkte sind nicht ganz günstig, doch die Qualität spricht für sich. Ich freue mich jedenfalls darauf, in Namibia in meinen Schlafsack zu schlüpfen.

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