THE TRACK: Abenteuer, Freundschaft, Dankbarkeit

Wie schreibt man über ein gut 520 Kilometer langes Rennen, das unglaublich intensiv war? Es hat eine Weile gedauert, der Text ist zu lang für das Internet, aber hier ist er: Mein Bericht über THE TRACK: 522 Kilometer in neun Etappen im australischen Outback.

Ich blättere in meinen Notizen, die ich zwei Tage nach dem Finish geschrieben habe, im Flugzeug von Alice Springs nach Perth und lese dort: „Es wird schwer, das alles in Worte zu fassen, was da in den letzten beiden Wochen passiert ist.“ Stimmt. Fünf Wochen lang habe ich mich kaum getraut, mit dem Schreiben zu beginnen.

Dies ist ein Text über ein großes, großes Abenteuer in wunderbaren Landschaften, ein Text über Freundschaft und Teamwork und darüber, dass das Limit noch lange nicht das Limit ist. Es ist auch ein Text über Dankbarkeit.

Doch von Anfang an. An einem Dienstagabend im Mai beginnt meine lange Reise mit einem Flug von München nach Dubai, von dort geht es weiter nach Sydney, wo ich am Donnerstagmorgen ankomme. Im Unterschied zu den meisten anderen Läufern habe ich drei Tage in Sydney eingeplant, statt erst am Tag vor dem Treffen direkt nach Alice Springs zu fliegen. Dies erweist sich als perfekte Entscheidung, zumal mein lieber Freund Ian Crafter, den ich im Jahr zuvor bei einem Rennen in Vietnam kennengelernt habe, mich vom Flughafen abholt und ich die kommenden Tage mit ihm im Appartement seiner Söhne wohnen kann und Ian mir die Stadt zeigt. Wir fahren direkt vom Flughafen zum Bondi Beach, wo ich nach einem Frühstück erst mal ins Meer springe (und die erste große Welle mein Bikini-Oberteil sehr weit weg treibt…). Es folgen wunderbare Tage mit einem Australian Football-Spiel, bei dem ich nicht alles verstehe, das aber trotzdem toll ist, einem Rugby-Spiel von Ians Sohn, einer Führung in der grandiosen Oper, wunderbaren Fahrten von der Mosman Bay mit der Fähre zum Hafen von Sydney, einem Känguru-Filet mit Blick auf die Harbour Bridge, einem Cocktail in einer sich drehenden Bar mit Blick auf die Stadt, und, und, und. Es war wunderbar.

Dann geht es los. So richtig. Schon am Gate am Flughafen treffen wir Lauffreunde, endlich ist nun auch mein Zeltnachbar Sascha Gramm dabei, auch Kerstin Kupka und Gunnar Schwan, mit denen ich viel im Outback unterwegs sein werde, treffe ich hier bereits. Im Flieger werde ich angesprochen, ob ich auch „THE TRACK“ laufen werde, erkannt natürlich am großen Laufrucksack. Ich liebe diese aufgeregte Atmosphäre, nun geht es wirklich los! Eine Stewardess schüttet mir aus Versehen etwas Tee auf die Hose und bringt mir als Entschuldigung einen Champagner. Champagner auf dem Weg ins Outback morgens um 10.30 Uhr, das kann doch nur Glück bringen, denke ich mir leicht beschwipst-beschwingt.

Im Laufe des Tages und am Abend treffen wir die meisten anderen, ich freue mich riesig, Jérôme Lollier und Bruno Thomas, den Renndirektor und Rennarzt, zu treffen, die ich von Rennen in Mosambik und Vietnam kenne und so sehr mag. Gurkan Acikgoz, mit dem ich ebenfalls in Vietnam unterwegs war, ist da und Ian, Gurkan und ich feiern unser Wiedersehen.

Alles ist sehr herzlich und aufgeregt und schön. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon sitzen wir einen Tag später im Bus. Nach etwa anderthalbstündiger Fahrt steigen wir in Ellery Creek aus, um die Zelte im ersten Camp zu beziehen. Sofort sind sie da: Hunderte Fliegen. Sie sind von nun an immer da, vom Sonnenauf- zum Sonnenuntergang. Sie schwirren um uns herum, wollen in Mund, Nase, Ohren, Augen kriechen. Immer. Rasch ziehe ich mir mein Fliegennetz über den Kopf. Campleben geht im Outback nur mit Fliegennetz, das steht schnell fest.

Hier ist es noch recht luxuriös, zwar schlafen wir schon in Zelten, aber es gibt Toiletten und wir werden noch versorgt. Nach einem Abendessen und Gesprächen am Lagerfeuer will ich schlafen gehen, es ist kalt, kaum jemand ist noch draußen, ich gehe zu unserem Zelt. Sascha ist nicht da. Komisch, am Lagerfeuer war er auch nicht. Ich suche herum, will nicht einfach schlafen gehen, nach all den Horrorgeschichten über giftige Schlangen, giftige Spinnen und alle anderen giftigsten Tiere der Welt in diesem Australien. Ich gehe zur Crew: „Where is Sascha?“ Diese Frage sollte in den nächsten Tagen zum geflügelten Wort werden, denn nachdem Sascha weder am Lagerfeuer, noch auf der Toilette, noch im Zelt ist, gehen einige los und suchen Sascha. Der kommt wenig später sehr verwundert mit Gabriel Pielke und David Lemonsky, den beiden Fotografen, zurück. Er hatte die beiden begleitet, die Fotos vom grandiosen Sternenhimmel gemacht haben. Kann man ja mal machen. Aber ohne sich bei der lieben Zeltnachbarin abzumelden? 😉  Alle haben sich kaputtgelacht, mir war es peinlich, und von nun an hat mich Sébastien, der zweite Rennarzt, jeden Morgen gefragt, wo Sascha ist und alle haben sich gefreut, wenn ich versichert habe, dass Sascha da ist…

Die erste Nacht ist unglaublich kalt, leichte Minustemperaturen haben uns zittern lassen trotz sehr warmen Schlafsacks. Der Gegensatz ist extrem, kaum ist die Sonne am nächsten Morgen wieder da, wird es warm, nein, es wird heiß. Im Laufe des Tages müssen wir 38 Läuferinnen und Läufer der Reihe nach zur Ausrüstungskontrolle antreten. Die Pflichtausrüstung wird kontrolliert, der Rucksack gewogen (ich habe 8,2 Kilogramm ohne Wasser), die Ärzte überprüfen unsere Atteste und unterhalten sich mit uns. Später gibt es das erste Briefing, das mit den Fragen endet, die uns Jérôme jeden Morgen vor dem Start stellen wird: „Are you crazy?“ – wir schmettern: „Yes!“ – „Are you happy?“ – wir schmettern wieder „Yes!“. Das zweite „Yes“ wird mit zunehmender Renndauer manchmal etwas ruhiger ausfallen…

Endlich ist es so weit, wir stehen am Start. Es geht los, endlich. Wie immer bei diesen Rennen bin ich unglaublich erleichtert, es gesund bis an diesen Punkt geschafft zu haben. Ich bin aufgeregt und freue mich wahnsinnig. Wahnsinnig machen uns auch die Fliegen, die jetzt schon um uns herumschwirren. Mein lieber Freund Giuseppe de Rosa, mit dem ich in Mosambik unterwegs war, schenkt mir ein Buff, damit ich es mir um den Hals und über Mund und Nase ziehen kann, um mich zu schützen.

Wir machen Fotos in sämtlichen Konstellationen, dann geht es los. Glückselig laufe ich los, bald schon geht es bergauf und ich marschiere. Die ersten beiden Tage unterscheiden sich sehr von den darauf folgenden. Wir sind auf dem Larapinta Trail in den West MacDonald Ranges, einer zerklüfteten Bergkette, unterwegs. Der Trail ist anspruchsvoll und felsig und an diesen beiden Tagen haben wir auch einiges an Höhenmetern auf den 30 bzw. 41 Kilometern zu bestreiten. An einem sehr steilen Anstieg kurz hinter dem einzigen Checkpoint auf der ersten Etappe läuft Kerstin von hinten auf mich auf. Ich freue mich, sie zu sehen und den Rest der heutigen und die gesamte zweite Etappe bestreiten wir gemeinsam.

Wir freuen uns an der wunderbaren Landschaft, haben es am ersten Tag noch recht einfach, am zweiten ist es hart. Da das Gelände so unwegsam ist, kann der Veranstalter erst nach 31 Kilometern und knapp 1000 Höhenmetern einen Checkpoint mit Wasser organisieren. Wir bekommen also morgens statt zwei Liter drei Liter mit auf den Weg. Mehr können wir angesichts unserer ohnehin schweren Rucksäcke kaum schleppen, trotzdem wird es eng.

Die Sonne brennt, es ist heiß, es ist steil, die Kilometer vor dem Checkpoint ziehen sich endlos, ich habe kein Wasser. Ich bin sicher, dass der Checkpoint gleich kommen muss, doch dann müssen wir noch eine ganze Weile durch ein ausgetrocknetes Flussbett mit tiefem Sand marschieren, in den wir bei jedem Schritt einsinken. Hatte ich schon erwähnt, dass es heiß ist und mein Wasser alle?

Irgendwann die Erlösung, ich höre die Kuhglocke von Ian. Genau, mein lieber Freund Ian ist als Volunteer dabei, er war eigentlich selbst angemeldet, hat sich aber bei einem Radunfall das Becken gebrochen und sich entschieden, trotzdem dabei zu sein. Was für ein Sportsgeist! Jeden Tag freue ich mich, wenn ich aus der Ferne zuerst die Glocke, dann seine Jubelrufe höre! Auf dieser zweiten Etappe freuen Kerstin und ich uns besonders. Wir trinken und trinken. Da der Punkt an einem Rastplatz liegt, gibt es sogar einen Wasserhahn! Ich lasse mir kühles Wasser über den erhitzten Kopf laufen, das pure Glück! Von bloßem Wasser wunderbar gestärkt machen wir uns auf den Weg auf die letzten zehn Kilometer an diesem Tag.

Die schöne Überraschung im Ziel: Es gibt einen Fluss am Camp, wir können uns waschen, es ist herrlich. Ich fand diesen zweiten Tag allerdings bereits sehr anstrengend und bin etwas beunruhigt, als Bruno abends nur abwinkt und meint, das Rennen habe doch noch gar nicht begonnen. Ach so.

Leider sind schon nach diesen ersten beiden Etappen mehrere Läufer ausgeschieden, einige sind verletzt, einige haben sich verlaufen und das Zeitlimit nicht mehr geschafft. Zum Glück dürfen diejenigen, die noch laufen können, im Rennen bleiben: Sie werden nun nicht mehr nach ihrer Zeit, sondern nach insgesamt gelaufenen Kilometern gezählt und können so Teile der Strecke weiterlaufen. Auch Clementine Rockstein aus unserem Little Desert Runners Club muss an diesem Tag aus dem Rennen gehen, sie war bereits mit einer Knieverletzung angereist. Doch hat sie in den Folgetagen noch irre viele Kilometer bestritten, was für eine Leistung!

Am dritten Tag geht es auf dem Weg vom Finke River Beach bis kurz vor Hermannsburg zunächst auf eine Kletterpartie, während derer wir, wenn wir abgerutscht wären, in einen Fluss gestützt wären… Ich hatte an diesem Morgen, gewarnt vor dieser kritischen Stelle, die gesamte Ausrüstung in einen wasserdichten Sack verpackt, trotzdem möchte ich lieber nicht hineinfallen. Zum Glück bekomme ich an zwei Stellen helfende Hände gereicht, einmal die eines Volunteers, einmal die eines Mitläufers.

Danach laufen wir in die Landschaft, die ich mir vorgestellt habe, als ich mich für dieses Rennen angemeldet habe: Wir laufen über eine rote, sandige Piste, die sich endlos durch die Landschaft schlängelt. Ich bin glücklich, ich bin da, wo ich mich seit Monaten immer wieder hin geträumt habe.

38 Kilometer laufen wir an diesem Tag, das ist nicht allzu viel, auch wenn sich die letzten acht Kilometer, die neben einer Straße entlangführen (wir haben unter Androhung von Strafzeiten die Auflage, nicht auf dem Asphalt, sondern auf dem Sand und Schotter daneben zu laufen), ziemlich ziehen.

Das Camp ist wunderschön, beim Sonnenuntergang erleben wir ein grandioses Naturschauspiel. Ohnehin ist der Himmel wegen eines heranziehenden Unwetters spektakulär verfärbt, dazu kommt noch, dass eine Herde Wildpferde vorbei galoppiert. Es ist unglaublich. Kurz nach dem Briefing beginnt das Unwetter. Wir stürzen in die Zelte. Es schüttet und stürmt, die Zeltwände flattern derart, dass wir uns nicht sicher sind, ob es halten wird. Ich beruhige mich damit, dass es nicht wegfliegen kann, solange wir drin liegen. Das ist doch so??? Sascha beginnt, von innen das Zeltdach zu stützen. Ich muss darüber lachen, gleichzeitig ist mir gar nicht wohl. Was, wenn das Unwetter schlimmer wird?

Wird es nicht. Am nächsten Morgen laufen wir anfangs durch leichten Regen, der aber ganz wunderbar ist, weil es dadurch viel kühler ist. Ist die Strecke zunächst leicht zu laufen – erst neben der Straße, dann auf einer sandigen und welligen roten Piste, geht es später an diesem Tag in ein ausgetrocknetes Flussbett, und dort zieht es sich endlos. Felsen und Sand prägen nun die Strecke, laufen ist immer nur zwischendurch möglich, dann zwingt der Untergrund mich wieder, zu marschieren.

Später müssen wir durch einen kleinen Flusslauf, der tatsächlich Wasser führt, aber das ist so kurz vor dem Ziel, dass die nassen Schuhe auch nicht mehr schlimm sind. Im Ziel gibt es eine Überraschung: Jeder Finisher bekommt eine gekühlte Cola. Es ist unglaublich, wir freuen uns wie die kleinen Kinder. Da gleich vier Frauen kurz hintereinander ins Ziel gekommen sind, stehen wir mit unserer Cola beisammen, stoßen an, können unser Glück kaum fassen. Gabriel, der Fotograf, sagt etwas von „Geschnatter“ und dass das vorhin anders gewesen sei, als die schnellen Jungs ihre Cola bekommen hätten. Wie auch immer, wir freuen uns, sind dankbar für die Überraschung. Es ist erstaunlich, wie schnell die Erfahrung eines solchen selbst versorgten Wettkampfes mit all den dazugehörenden Entbehrungen Dingen, die wir im Alltag als vollkommen normal ansehen, wieder eine Wertigkeit verleiht. Das, worüber wir uns gerade so unbändig freuen, ist eigentlich nur eine Dose Cola. Aber es ist eine sehr besondere Dose Cola, sie schmeckt gerade so gut, wie vermutlich noch nie eine Cola geschmeckt hat.

Auf der fünften, 59 Kilometer langen Etappe bekomme ich einen Eindruck davon, wie schnell meine Stimmung hier schwanken kann. Zunächst geht es mir super, ich laufe los, komme gut von der Stelle, bin fassungslos ob der Schönheit der Landschaft.

Gar nicht so viel später habe ich das Gefühl, die Sonne versengt mich. Es geht an die 40 Grad, um mich herum sehe ich immer wieder verbrannte Bäume, mir geht durch den Kopf, dass es mich gar nicht wundern würde, wenn ich auch gleich anfange zu rauchen. Und die Fliegen! Die Fliegen zermürben mich, sie verfolgen mich, sie terrorisieren mich, wollen in meinen Mund beim Atmen, kriechen in meine Ohren, ich habe das Gefühl, wahnsinnig zu werden. Ich ziehe mir das Fliegennetz über den Kopf, laufe ein paar Minuten damit, merke, dass das nicht geht, weil sich trotz der Löcher darunter die Hitze so staut, dass ich nun wiederum das Gefühl habe, gleich umzukippen. Netz wieder runter. Da es in den beiden Vortagen geregnet hatte, ist die Piste teilweise so schlammig, dass sich das Gewicht meiner Schuhe durch den daran klebenden Schlamm gefühlt verdreifacht. Teilweise ist die Piste aber auch so überschwemmt, dass ich ausweichen muss, durch die Büsche daneben, marschiere hindurch in der Hoffnung, dass mein Getrampel alle dort lauernden Schlangen vertreibt.

Nach dem dritten Checkpoint folgten dann die letzten 15 Kilometer, vor denen uns Jérôme am Vorabend gewarnt hatte. Es werde hart für den Kopf, meinte er. Es gehe eine rote, sandige Piste immer rauf und runter, und das gefühlt einfach endlos. Ich verlasse den Checkpoint, laufe los. Es geht eine rote, sandige Piste immer rauf und runter, und das gefühlt einfach endlos. Es ist aber gar nicht so hart für den Kopf, da ich es mir nach der Warnung beim Briefing viel schlimmer vorgestellt habe.

An dem Tag haben wir einen wunderschönen Zieleinlauf, schon aus der Ferne werde ich gesehen, und ich höre die Crew und die anderen Läufer brüllen und jubeln. Ich bekomme eine Gänsehaut, dabei ist es doch „erst“ die fünfte Etappe.

Wieder gibt es eine Überraschung im Ziel: Ich bekomme zwei Liter und einen Eimer und darf damit „duschen“ gehen! Ich stelle mich hinter einem Baum in den Eimer, damit das Wasser, dass ich mir wohlig über den Körper schütte, nicht verloren geht, sondern ich mir damit anschließend noch die vom Sand rotbraunen Beine und Füße waschen kann. Nach der Dusche gehe ich zu den lieben Ärzten und lasse meine Füße halbwegs in Ordnung bringen. Danach gibt es noch etwas sehr feines: Da dieses Rennen so lang ist, haben wir vor der der ersten Etappe unser Essen aufgeteilt und die zweite Hälfte in einer Dropbag abgegeben, die wir heute bekommen. Das heißt zwar leider, dass der fünf Tage lang leer gefutterte Rucksack ab morgen wieder so schwer ist wie am ersten Tag, aber nun heißt das erst mal: Tasche abholen und die netten Dinge, die als Extra für diesen Abend drin sind, zu genießen. Ich habe eine Dose Cola und eine Packung Oliven dabei und genieße jede einzelne. Ich teile sie mit Sascha, denn mein lieber Zeltnachbar feiert hier und heute seinen 40. Geburtstag! Und dann: ab ins „Bett“!

Die 58 Kilometer am nächsten Tag sind dann in der Tat schon dadurch hart, dass der Rucksack wieder viel schwerer ist und mir mein Rücken an diversen Stellen dadurch ziemlich weh tut. Ich merke inzwischen sehr, dass ich wegen einer Schulter- und Armprellung Anfang des Jahres kaum mit schwerem Rucksack trainieren konnte. Sei´s drum, es muss jetzt weitergehen. Ständig habe ich eine Zeile aus einem Lied von Coldplay im Kopf, die zwar in einem ganz anderen Zusammenhang steht, aber sehr gut auf meine Situation hier inmitten des roten Sandes passt: „Nobody said it was easy…“ Richtig.

Auf dieser sechsten Etappe laufe und marschiere ich sehr lange mit der wunderbaren Heather Hawkins. Wir reden und reden, über unser Leben, unsere Reisen, unsere Läufe, unsere Bücher. Es ist so wunderbar, in anderen, „normalen“ Wettkämpfen wären wir in einer solchen Situation (wir sind in dem Moment die 2. und die 3. Frau) Konkurrentinnen, hier hingegen freuen wir uns an der Gesellschaft, darüber, dass wir ein Stück des schweren Weges gemeinsam bestreiten, darüber, wie ähnlich wir uns in vielen Dingen und Gedanken sind. Es ist schön.

Mit vielen anderen Läufern bin ich in diesen Tagen mal eine Weile unterwegs und immer bin ich froh über die Gesellschaft, über die Gespräche, darüber, Seelenverwandte mitten im Nirgendwo zu treffen. Und immer wieder bin ich sehr lange allein. Ich habe Zeit mit mir selbst, muss einige Kämpfe mit mir führen, komme sehr deutlich an meine Grenzen, aber eben auch darüber hinaus. Es ist intensiv, sehr intensiv.

Vor der siebten Etappe haben wir alle gehörigen Respekt. 66 Kilometer bedeuten die zweitlängste Etappe, wir sind unsicher, ob die zehn Stunden, die wir dafür Zeit haben, ausreichen, zumal wir ja schon einiges in den Beinen haben. Jérôme beruhigt uns morgens, dass elf oder elfeinhalb Stunden auch in Ordnung seien heute. Gut, ist der Druck schon mal weg. Mein lieber Freund und steter Retter meiner Füße (und mit zunehmendem Rennverlauf auch meiner Nerven) Bruno versichert mir immer wieder, und so auch heute Morgen, dass er weiß, dass ich „THE TRACK“ finishen kann. Also gut, wenn er an mich glaubt, der schon so viele Etappenrennen begleitet hat, dann soll es doch bitte auch so sein! Ich laufe los.

Mir geht es wie immer in den letzten Tagen, beim Start laufe ich erstaunlich gut los, meine Beine fühlen sich, den Umständen entsprechend, gut an, die Blasen sind noch nicht schlimm, es passt. Doch es ist hart da draußen: die Hitze, die Fliegen, der Sand. Kurz vor dem zweiten Checkpoint, bei Kilometer 30, fängt es an. Das Tief. Das richtige Tief, das bisher schlimmste des gesamten Rennens. Alles tut weh, ich habe das Gefühl, dass ich nicht von der Stelle komme, immer wieder muss ich zwischendurch marschieren statt zu laufen.

Am Checkpoint muntern mich Ian und Sébastien noch einmal auf, dann falle ich in ein Loch. Das erste und einzige Mal während dieser Tage hole ich die Kopfhörer heraus und mache Musik an, in der Hoffnung, dass mich das motiviert. Das geht ziemlich daneben, ich werde völlig emotional, „falsche“ Musik kommt direkt zu Beginn: Als Leonard Cohen mir die ersten Zeilen von „Halleluja“ ins Ohr singt, beginne ich, Rotz und Wasser zu heulen. Später schreie ich herum, was ich hier eigentlich mache und was das alles soll. Ich fluche ziemlich unflätig. Hört ja niemand, gut so, die Wortwahl ist nicht immer so ganz fein. Das erstaunliche ist auch hier: Ich komme da wieder heraus. Auch weinend und schreiend setze ich einen Fuß vor den anderen, fange mich, höre auf zu weinen. Irgendwann sehe ich ihn, den dritten Checkpoint, 48 Kilometer habe ich da bereits geschafft, noch 18 liegen an diesem langen Tag vor mir. Jérôme und Bruno sind da, muntern mich auf. Ich lasse mich auf einen Stuhl fallen, das mache ich sonst nicht, jetzt brauche ich das gerade. Bruno sagt etwas zu mir, das jeden, der ohnehin schon denkt, dass das, was wir da machen, völlig bekloppt ist, bestätigen wird. Er sagt: „Keine Sorge, gleich hast du es geschafft und morgen ist Rest-Day.“ Genau, morgen ist Pause, wir können regenerieren. Die Rede ist von der achten Etappe, die eben „nur“ 44 Kilometer hat. Ist halt ein bisschen mehr als ein Marathon. Klar, erholen wir uns…

Ich muss lachen und lachen ist gut. Ich mache mich auf den Weg. Kann wieder laufen, da ich weiß, dass nun der letzte Abschnitt bevorsteht und ich es bald geschafft hat. Die Kopfhörer habe ich noch im Ohr, bald singe ich gemeinsam mit Queen „Don´t stop me now!“ Wie passend. Bei der nächsten Zeile: „I´m having such a good time“ verdrehe ich dann innerlich etwas die Augen. Etwas später brülle ich gemeinsam mit Freddie „I´m a sex machine ready to reload“ ins Outback. Laut. Hört ja keiner, außer ein paar Dingos vielleicht, irgendwo da draußen.

Die 18 Kilometer ziehen sich dann noch ziemlich, doch dann ist es plötzlich da, das Ziel, ganz unvermittelt, nach einer Kurve, sehe ich das ersehnte grüne Band mit dem Schriftzug „THE TRACK“. Ich schreie vor Freude und renne nochmal los, falle Jérôme, der lieben Anna Schubert und den anderen in die Arme. 10 Stunden und 2 Minuten habe ich heute gebraucht, das war ein ziemlicher Kraftakt. Ich schütte mir den Rest Wasser, der noch in meiner Flasche ist, über den Kopf und schleppe mich zum Zelt. Schleppe mich etwas später zu den Ärzten, heute verarztet Sébastien meine Blasen. Ich sitze mit glasigem Blick erschöpft vor unserem Zelt, wir essen und legen uns bald hin.

In dieser Nacht wälzen Sascha und ich uns beide auf unseren Isomatten herum. Alles tut weh, wenn ich meine Position ändere, denke ich immer für einen kurzen Moment, dass es so besser ist. Wenig später tut wieder alles weh. Sascha geht es genauso, er murmelt etwas von „Grenzerfahrung“. Das stimmt, und wir wissen beide, da kommt noch was.

Aber erst mal steht ja der „Ruhetag“ auf dem Programm. 44 Kilometer über sandige Piste mit Rucksack, klar, reine Erholung! Was natürlich irgendwie auch stimmt: Für diese 44 Kilometer haben wir ebenfalls zehn Stunden Zeit, können es also sehr, sehr ruhig angehen lassen und Kräfte für die letzte Etappe sparen. Das ist genau meine Taktik heute, und so marschiere ich zwischen dem zweiten und dem dritten Checkpoint sehr lange gemeinsam mit Jamie Hildage, dem Briten, der seit Jahren am Bondi Beach in Sydney lebt, und wir reden und reden und reden. Ihm ging es die letzten Tage nicht gut, er hatte Magenprobleme, hat sich aber irgendwie durchgekämpft, und nun geht es ihm wieder besser. Und so reden wir auch darüber, wie sehr der Kopf in diesem Rennen letztlich entscheidend ist. Noch viel mehr als bei meinen bisherigen Rennen staune ich darüber, was mein Geist und mein Körper zusammen zu leisten imstande sind. Als der Körper schon lange nicht mehr kann, schafft es der Kopf, ihn zu überzeugen, weiterzulaufen. Es funktioniert. Ich laufe weiter, setze einen Fuß vor den anderen, trete auf schmerzende Blasen, schinde Rücken und Nacken mit meinem Rucksack, und laufe doch weiter. Immer weiter. Bis ich da bin.

Und so will ich es auch auf der letzten Etappe machen. Die lange Etappe. Die 137 Kilometer lange Etappe. Das ist länger, als ich jemals am Stück gelaufen bin. Und ich gehe in diese 137 Kilometer mit bereits 385 Kilometern aus acht Tagen in den Beinen.

Vorher durchlebe ich jedoch nochmal ein kleines Tief: Obwohl ich diese vorletzte Etappe so ruhig und langsam angehe, beginnt irgendwann die Sehne in meinem Schienbein zu schmerzen. Ich bekomme Angst, das ist genau die Verletzung, die mich drei Jahre zuvor beim Trans Alpine Run nach der fünften Etappe hat ausscheiden lassen. Bitte nicht! Nicht jetzt und hier! Relativ verzweifelt komme ich ins Ziel, habe plötzlich übergroße Panik vor der letzten Etappe. Eigentlich sollte ich gerade glücklich sein, so weit bin ich schon, so viel habe ich geschafft. Ian Malcom, der nette Brite aus dem Nachbarzelt, kommt und gratuliert mir, meint, wir hätten das große Rennen geschafft, morgen werde halt nach Hause gelaufen. Hm, ja, ok. Wenige Sekunden später kommen mir die Tränen.

Bruno flickt meine Füße zusammen und tapt mein Schienbein. Unsicher schaue ich ihn an, frage ihn mit immer noch glänzenden Augen und zittriger Stimme, ob er wirklich immer noch glaubt, dass ich das schaffen kann. „Yes, you can!“ Das kommt mit sehr viel Nachdruck und ich denke oft daran am langen letzten Tag. „Yes, I can.“ Bruno hat das gesagt!

Zur letzten Etappe starten wir in drei Wellen: Die langsameren Läufer bereits um 6 Uhr, ich bin im mittleren Block um 8 Uhr und die ganz Schnellen, allesamt Männer, laufen erst um 10 Uhr los. 137 Kilometer! Wir haben theoretisch 35 Stunden Zeit. Ich laufe los, freue mich über jeden Schritt, den mein Schienbein mich schmerzfrei machen lässt, und das geht tatsächlich erstaunlich lange so. Lange laufen wir auf den Mount Conner zu, ein wunderschöner Berg, der unserem großen Ziel, dem Uluru bzw. Ayers Rock, sehr ähnlich sieht und oft mit ihm verwechselt wird. Wir laufen aber nun mal heut erst knapp 40 Kilometer in die Richtung dieses Berges und dann die noch fehlenden 100 zum Ayers Rock…

Die ersten 40, 50 Kilometer geht es mir gut. Ich trabe langsam, aber stetig vor mich hin. Überhole nach etwa 40 Kilometern die ersten derjenigen Läufer, die zwei Stunden vor mir losgelaufen sind, werde auch ungefähr hier von den drei unglaublichen Gesamtsiegern, den Rumänen Iulian Rotariu und Andrei Gligor, die ich beide schon aus Namibia kenne, sowie dem Belgier Guy Goossens, der diese letzte Etappe für sich entscheiden kann, überholt. Das ist alles egal, es geht hier und heute nicht darum, wen ich überhole oder wer an mir vorbeiläuft. Ich möchte diese Etappe und damit dieses Rennen finishen. Ich bin so weit gekommen. Ich komme jetzt auch an, ich glaube fest daran, auch wenn ich weiß, dass gerade noch ein weiter und auch schmerzhafter Weg vor mir liegt.

Bei Kilometer 55 gibt es etwas ganz unglaubliches, ich hatte vorher bereits davon gehört: die erste Möglichkeit seit Beginn des Rennens, etwas zu kaufen. In Curtis Springs gibt es eine Tankstelle. Es ist offiziell erlaubt, dass wir hier etwas kaufen, und so laufen Sascha und ich erst zum Checkpoint, dort treffen wir Gurkan, und zu dritt stürmen wir in die Tankstelle. Sascha lädt uns ein, es gibt eisgekühlte Cola, außerdem ein Snickers, das ich mir für später aufbewahre. Die Nacht wird noch lang. Ich kaufe noch zwei Tüten Chips, die wir gierig in uns hineinschlingen. Wir trinken die Cola, andere Kunden schauen uns verwundert an: Wir sind schmutzig, also richtig schmutzig, wir stinken, wir sind nass geschwitzt, wir humpeln (Sascha und ich haben beide fiese Blasen und die Probleme am Schienbein) und wir trinken eine kalte Cola auf ex und feiern das. Einer fragt, ob er wohl ein Foto machen darf. Darf er. Er will wissen, was wir machen. Ich erkläre es ihm. Er will wissen, warum wir das machen. Ich bitte ihn, dass doch nochmal zu fragen, wenn wir ihm Ziel sind. Er staunt jedenfalls. Wir müssen weiter, haben schließlich noch mehr als 80 Kilometer vor uns.

Es geht noch einmal auf einen Schlenker auf eine sandige Piste, dann wird es dunkel, und ab dann laufen wir endlos den breiten Lasseter Highway entlang. Sascha, der hinter mir war, weil sein Magen Cola, Snickers und Chips in der Kombination nicht so toll fand, läuft irgendwann zu mir auf, von nun an bestreiten wir dieses Rennen gemeinsam. Wir sind noch nie gemeinsam gelaufen, Sascha ist normalerweise einfach viel schneller unterwegs als ich. Ich denke mir im Nachhinein: Wenn dein Zeltnachbar genau im richtigen Moment neben dir auftaucht, um gemeinsam durch diese endlose Nacht voller Schmerzen zu laufen, dann ist das wohl Schicksal. Laufen ist oft ein Einzelsport, aber was wir in dieser Nacht gemeinsam geleistet haben, ist unglaublich. Wir entscheiden uns recht bald, eine kurze Pause am nächsten Checkpoint zu machen, Wasser zu erhitzen und ein warmes Essen zu uns zu nehmen. Gute Entscheidung, ich bekomme Hunger und kann keine Riegel mehr sehen. Außerdem wird es jetzt kalt, wir wärmen uns am Lagerfeuer auf und ziehen, als wir weiterlaufen, unsere Daunenjacken an.

Jeder Schritt tut weh. Ich erfinde irgendwann in dieser Nacht den Begriff „Stecknadelschritt“, weil jeder einzelne Schritt sich angefühlt hat, als würde ich auf fiesen, scharfen, spitzen Stecknadeln landen. Viele, viele Stunden lang ist jeder einzelne Schritt schmerzhaft. Das Schienbein schmerzt, aber auch meine Blasen, inzwischen auch unter den Füßen, wachsen offenbar unschön an. Die Zeit erscheint uns endlos, sie dehnt sich aus. Ich fange an, darüber zu philosophieren, dass Zeit aber einfach immer vergeht, und dass das auch hier und heute so sein wird. Heute ist übrigens schon morgen, es ist inzwischen nach Mitternacht, wir haben den zehnten und letzten Tag des Rennens erreicht. Ich fange an zu singen: „Und immer, immer wieder geht die Sonne auf!“ In der Folge schmettern wir ein bunt gemischtes Udo Jürgens-Medley in die schwarze Nacht des Outbacks. Ein Udo-Jürgens-Medley kann dich bei Verstand halten, das weiß ich jetzt.

Wir laufen und marschieren im Wechsel, je länger die Nacht, desto größer werden die Anteile, die wir marschieren. Die Abstände zwischen den Checkpoints scheinen immer länger zu werden. Es tut weh. Ich werde müde, meine Augen beginnen zu flattern. Irgendwann verschwimmen die düsteren Schatten der Bäume im Licht unserer Stirnlampen zu Tieren, interessanterweise sehen wir immer dieselben. „Schau mal, ein Tiger!“ – „Ja, ein Tiger, schön!“ – „Ja, und da vorne ein Pudel!“

Irgendwann wird es langsam hinter uns wieder hell. Die Sonne geht tatsächlich wieder auf. Ich bin zu müde, mich darüber zu freuen. Dann, irgendwann sehe ich ihn. Uluru, wie der ihnen heilige Berg bzw. Felsen bei den Aborigines heißt. Wir sehen ihn! Noch eine Weile schleppen wir uns die Straße entlang. Irgendwann der ersehnte Moment: Eine gelbe Markierung weist uns den Weg, wir sollen von der Straße abbiegen, Richtung Ayers Rock, auf die rote Piste. Nun sind es noch etwa fünf Kilometer. Wir laufen auf den Uluru zu, den ich so unendlich oft in den letzten Monaten auf Bildern gesehen habe.

Immer wieder hatte ich mir vorgestellt, dass dort das Ziel sein wird, das Ziel meines längsten Rennens, des größten Abenteuers überhaupt. Ich hatte so gehofft, dass ich dieses Ziel erreiche. Und nun bin ich fast da, ich schaffe es. Mir kommen die Tränen, ich muss weinen. Dieser letzte Weg zieht sich noch einmal sehr, immer wenn wir denken, dass wir nach der nächsten Biegung ganz sicher das Ziel sehen müssen, sehen wir wieder nur einen gelben Pfeil. Irgendwann. Irgendwann sehen wir es. Das Ziel. In großen Buchstaben steht auf dem Banner „THE TRACK“. Ich sehe Jérôme und Bruno hinter diesem Ziel, sie lachen und klatschen. Ich schreie vor Freude. Hand in Hand laufen Sascha und ich nach 25 Stunden ins Ziel fallen erst Jérôme und Bruno, dann einander in die Arme.

Da stehe ich, im Ziel von THE TRACK, bin in neun Etappen 522 Kilometer durch das australische Outback gelaufen. Ich bin verwirrt, kann es nicht fassen, weiß gerade gar nicht so recht, wohin mit mir und meinen Gefühlen. Ich gehe allein ein paar Meter weiter, fange an zu schluchzen. Dann kommt Bruno und bringt mir eine Cola. Nimmt mich wieder in den Arm und sagt: „I told you. You can!“ – Yes, I can!

 

Der Rest war und ist:

– sehr große Freude, als etwas später mit Heather und Jamie, dann Kerstin (in ihrem ersten großen Etappenrennen, es ist so, so, so unglaublich, was diese Frau in Australien geleistet hat!!!) und Gunnar und Vince diejenigen Läuferinnen und Läufer, die zu diesem Zeitpunkt noch im Rennen waren, ins Ziel gekommen sind.

– viel Essen und Feiern und Humpeln und glücklich sein in unserem Hotel in Ayers Rock.

– übergroße Freude und Stolz am nächsten Tag, als mir Bruno das Finishershirt und meine Medaille überreicht und ich mit den wunderbaren Leigh Hawkes und Heather Hawkins als dritte Frau auf dem Podiums dieses wahnsinnigen Rennens stehen darf

– ganz großer Respekt für alle, die sich getraut haben, bei diesem Rennen an den Start zu gehen und dann so unendlich viele Kilometer gelaufen sind. Nur 18 von 38 Läufern haben die volle Distanz geschafft, aber sehr viele der anderen haben ebenso Unfassbares geleistet, sind 200, 300 oder 400 Kilometer gelaufen – das ist der Wahnsinn und ich feiere jede/n von ihnen!

– vor allem aber: Dankbarkeit, so große Dankbarkeit, dass ich das kaum in Worte fassen kann. Ich bin unendlich dankbar, dass ich dieses Abenteuer erleben durfte, dass ich es sogar geschafft habe (das Limit ist nicht das Limit…), ich bin dankbar für die Freunde auf meinem langen Weg ins und dann durchs australische Outback, für die Unterstützung durch das wunderbare Team von Canal Aventure (die Ärzte und Volunteers dort opfern ihren Urlaub, um uns Läufer zu unterstützen, sind rund um die Uhr für uns da, muntern uns auf, versorgen uns, das ist so unglaublich – ohne euch wäre niemand von uns in dieses Ziel gelaufen!)

Und noch einen ganz anderen Dank möchte ich hier unbedingt loswerden – ohne gutes Equipment kann ich nicht durch die Wüsten dieser Welt laufen. Sehr, sehr herzlich bedanke ich mich für die große Unterstützung bei

ASICS FrontRunner

Sziols Sportsglasses

YETI – the Down Specialist

SILVA global

UltraSPORTS

Gehwol

FOTOS:  CanalAventure©G.Pielke&D.Lemanski, privat, Ian Crafter, Gunnar Schwan

Ein Gedanke zu „THE TRACK: Abenteuer, Freundschaft, Dankbarkeit“

  1. Hallo, Andrea! Sehr guter Bericht… ich war voll im Rennen dabei. Gigantische Strecke, die ich teilweise auch kenne. LG Winfried

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