Traumwetter und Traumkulisse: Dresden Marathon 2014

Dresden also, sehr schön! Recht kurzfristig habe ich einen Startplatz für den Marathon in Dresden von Wobenzym plus bekommen. Alles passte super: bis zum Samstag Mittag ein Seminar in Berlin, dann einfach die Zugfahrt nach München für eine Nacht und gute 42 Kilometer in Dresden unterbrechen und am Sonntag Nachmittag weiter nach Dresden. So die Theorie. In der Praxis streikten die Lokführer, nach einigen Recherchen hatte ich dann aber beide Fahrten mit verschiedenen Bus-Unternehmen organisiert.

Im Bus nach Dresden lernte ich Cindy aus Berlin kennen, ebenfalls begeisterte Marathon- und Ultraläuferin auf dem Weg zum Dresden-Marathon und witzigerweise die zweite von insgesamt 20 Läuferinnen und Läufern, die den Startplatz von Wobenzym bekommen haben. So klein ist die Welt manchmal. Die ganze Fahrt haben wir pausenlos über verschiedenste lange Läufe geredet. Warum die Dame vor uns irgendwann Kopfhörer aufgesetzt hat, habe ich nicht verstanden…

Bei der Ankunft in Dresden strahlte die Sonne vom ebenso strahlend blauen Himmel. Startnummernausgabe und Messe sehr relaxed, eine Liveband bei der Pastaparty und vor dem Congress Center eine Samba-Session, bei der mehrere Bands, die am nächsten Tag an der Strecke stehen sollten, gemeinsam spielten – schon im Vorfeld ist alles bei dieser Veranstaltung ganz wunderbar.

Auch vor dem Start ist die Atmosphäre recht entspannt. Der Zehntelmarathon und 10-km-Lauf sind bereits gestartet bzw. schon wieder vorbei, insgesamt 8700 Marathonis und Halbmarathonis werden um 10.30 Uhr gemeinsam auf die wunderschöne Strecke geschickt. So ist es auf der ersten Runde recht voll, aber schlimmes Gedränge gibt es nicht.

Läufer des Jahres 2014
(Foto: Norbert Wilhelmi)

Wir laufen durch eine wunderschöne Kulisse, vorbei am Zwinger und der Semperoper, überqueren die Elbe, laufen durch innere und äußere Neustadt, überqueren über die 2013 eröffnete Waldschlößchenbrücke wieder die Elbe, drehen eine Schleife durch den Großen Garten, bevor es durch die Altstadt wieder Richtung Start/Ziel geht. Hier biegen die Starter des Halbmarathons ab, für uns Marathonläufer geht es auf eine zweite wunderschöne Runde, die nur teilweise mit der ersten identisch ist. Eine ganze Weile laufen wir direkt an der Elbe mit Blick auf die Altstadt. Ein Läufer, der zu mir aufschließt, gerät ins Schwärmen und zusammen reden wir mehrere Minuten lang darüber, wie schön der Lauf, das Wetter, Dresden und vor allem und überhaupt – Laufen ist.

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(Fotos: Marathon-Fotos)

 

Von Anfang an hatte ich mir vorgenommen, langsam und in Ruhe zu laufen, nicht zu hetzen, und so laufe ich entspannt und genieße die Kulisse und die Stimmung mit den vielen Sambabands an der Strecke, die immer wieder zusätzlich motivieren. Irgendwann werden die Beine etwas schwerer, aber sonst ist alles in bester Ordnung, was mich umso mehr freut, als dieser Marathon mein erster wirklich langer Lauf seit dem Trans Alpine Run ist. Wie wunderbar, es geht wieder, und es geht gut!

Sehr happy laufe ich nach 4 Stunden und 5 Minuten ins Ziel des Dresden Marathons – es war toll, danke an Wobenzym plus für den Startplatz!

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