Zwischen Siebengebirge und Namibia

Ein feiner Halbmarathon auf schöner hügeliger Strecke, außerdem einige der lieben Verrückten getroffen, mit denen ich im Frühjahr in Namibia sein werde – das war für mich das Wochenende rund um den Siebengebirgsmarathon.

Schon vor zwei Jahren hatte ich mich auf den Weg gemacht, um den Siebengebirgsmarathon zu laufen, und schon damals war ich sehr begeistert von der liebevoll organisierten und entspannten Veranstaltung mit der schönen Strecke im Siebengebirge. Es gibt zwar durchaus eine Menge Höhenmeter und die Strecke ist anspruchsvoll, aber nie wird es so steil, dass man nicht mehr laufen kann. Wunderbar ist der Zieleinlauf in der Bürgerhalle – wo kann man schon im Winter nach dem Finish erst einmal in Ruhe stehen bleiben, verschnaufen, etwas trinken, mit anderen Finishern reden, ohne zu frieren?

Insgesamt 800 Läuferinnen und Läufer waren über die beiden Distanzen bei kühlem, aber recht angenehmen Laufwetter unterwegs. Der Halbmarathon war ebenso schön wie vor zwei Jahren der Marathon.

Gemeinsam mit meiner Lauffreundin Verena hatte ich mir vorgenommen, ganz langsam als Trainingslauf in über zwei Stunden zu finishen. Der Lauf hat Spaß gemacht, wir haben, wenn es gerade nicht bergauf ging, geredet und geredet und geredet. Am Ende haben wir das Ziel doch verfehlt. Als es von einem Punkt an fast nur noch bergab ging, sind wir ins Ziel gestürmt und haben am Ende 1:57 Stunden benötigt. Aber gut, das kann passieren. Es hat Spaß gemacht!

Einer der Gründe, warum ich an diesem Wochenende unbedingt ins Siebengebirge wollte, war das Treffen von Rafael Fuchsgrubers „Little Desert Runners Club“. Wir starten Ende April/Anfang Mai alle gemeinsam beim 4Deserts Sahara Race in Namibia (das Rennen wurde aus Sicherheitsgründen aus der Sahara in die Namib verlegt, daher der Name): 250 Kilometer durch die Wüste!

Abgesehen davon, dass ich seit meiner Anmeldung zu diesem Event in einem Zustand permanenter Aufregung und Vorfreude bin, wollte ich natürlich unbedingt meiner Mitläuferinnen und Mitläufer kennenlernen.

Daneben gab es viele, viele wertvolle Tipps zu Ausrüstung und Training und irgendwie eigentlich allem von Rafael. Außerdem wird unser feiner Club von ultraSPORTS unterstützt und dessen Mitarbeiter Paul Barth hat uns am Samstag Abend über Ernährung für Sportler und vor allem auch mögliche Strategien und Unterstützung während unseres Wüstenlaufs informiert. Das war gut und wichtig, schließlich werden wir in den sieben Tagen wahnsinnig viel Energie verbrauchen, müssen aber alles, was wir in der Woche zu uns nehmen werden, selbst im Rucksack transportieren (zusammen mit der kompletten sonstigen Ausrüstung wie Schlafsack, Isomatte etc.) – das wird eine ziemliche Herausforderung.

Herausforderung angenommen! Das Wochenende hat irre viel Spaß gemacht, ich freu mich jetzt noch mehr auf Namibia, das Training hat begonnen, die Nahrung wird getestet. Und vorhin habe ich die Flüge nach Namibia gebucht. Ich bin aufgeregt und freue mich und werde euch auf dem Laufenden halten.

 

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