Long Run auf der ISPO

Ladekabel, Müsliriegel, Aspirin einpacken, Nervenkostüm und bequemes Schuhwerk stramm schnüren: It’s ISPO time!

So begann einige Tage vor der ISPO eine Mail, mit der mich die Agentur KGK – Kern Gottbrath Kommunikation GbR, mit der ich wegen verschiedener Marken immer wieder in sehr nettem Kontakt bin, zu den Highlights der von ihnen betreuten Firmen auf der ISPO in München einlud.

Ich musste etwas schmunzeln, war es doch mein erster Besuch auf der gigantisch großen Sport- und Outdoormesse, die mit 2.732 Ausstellern und über 85.000 Besuchern aus 120 Ländern gleich zwei Rekorde vermelden konnte.

(Dieses Foto und das Titelbild: messe münchen)

Am Ende eines langen Sonntages (8 Uhr Pressefrühstück bei Ziener, irgendwann nach 20 Uhr die Party bei CEP verlassen) zeigte meine Garmin mir an, dass ich 12,4 Kilometer gegangen war und dabei 16.331 Schritte gemacht hatte. Ich war erschöpft. Müsliriegel hätte ich mal besser dabei gehabt… Also, ich kann nur sagen, die Leute hatten Recht 🙂

Ich hatte einen zwar in der Tat anstrengenden, aber auch einen spannenden Tag mit vielen Gesprächen und netten Begegnungen. Viele Gesprächstermine hatte ich schon im Vorfeld vereinbart, viele Kontakte haben sich spontan vor Ort ergeben, die Ergebnisse werdet Ihr in den nächsten Wochen sicherlich an der einen oder anderen Stelle hier im Blog sehen.

Was mich besonders interessiert bzw. mir besonders gefallen hat? Gar nicht so sehr die neuesten tollen Schuhe und Technologien bzw. in einigen Fällen werde ich dann darüber schreiben, wenn ich eine Firma oder ein Produkt vorstelle. Eher so ein paar allgemeine Dinge:

Blogger erwünscht. Wir Blogger und so genannten Influencer waren ausdrücklich eingeladen, uns zu akkreditieren, haben mit dem Nachweis unseres Blogs eine Pressekarte für sämtliche Tage bekommen. Nach der Akkreditierung strömten Mails von vielen, vielen Ausstellern in mein Mail-Postfach. Das hat mich nicht alles interessiert, aber vieles eben schon. Es gab Einladungen zu speziellen thematischen Führungen, außerdem eine Blogger-Lounge, in der ich sehr dankbar am Nachmittag einfach mal herumgesessen, etwas getrunken und meinen Beinen und meinem Kopf eine kleine Pause gegönnt habe. Die ISPO hat uns Blogger nicht nur eingeladen, sondern im Vorfeld über uns berichtet. Und auch bei den Ausstellern habe ich bemerkt, dass das Interesse ein beiderseitiges ist. Gut so.

Frauen im Outdoorsport. Das war ein großes Thema auf der diesjährigen ISPO. Weibliche Führungskräfte, Bloggerinnen/Influencerinnen, Kundinnen: Wir Frauen waren ein großes Thema auf der diesjährigen ISPO, es gab eine Women´s Lounge, diverse Rundgänge und Panels zu diesem Thema. Ich habe an einem speziellen Rundgang zu diesem Thema teilgenommen und es ging um weit mehr, als darum, die blaue Daunenjacke auch mal in pink zu produzieren.

(Foto: Thomsen Photography)

Neben dem, was uns die Vertreterinnen verschiedener Marken berichtet und gezeigt haben, stand aber auch hier im Mittelpunkt, Kontakte zu knüpfen und – ja, auch einfach Spaß zusammen zu haben, am Anfang und am Ende des Rundgangs stand Prosecco in der Women´s Lounge.

Und dann habe ich auch noch eine ganz starke Frau auf der ISPO kennengelernt, Lornah Kiplagat, ehemalige Weltrekordhalterin im Halbmarathon, die eine eigene Marke mit Running-Bekleidung für Frauen entworfen hat, die ich im Blog auch schon mal vorgestellt habe. Mit Lornah einen Kaffee trinken – das hat Spaß gemacht.

Nachhaltigkeit. Es war für mich eine wirklich positive Überraschung, wie viele Firmen inzwischen bemüht sind, nachhaltig zu produzieren und hochwertige Outdoor-Bekleidung aus recycelten Materialien herzustellen. Ob PET-Flaschen oder Fischereinetze, die Dinge werden wieder verwertet und finden sich in meiner nächsten hochwertigen Jacke, die mich am Berg warm hält. Das gefällt mir. Sehr. Einige solcher Produkte werde ich in der nahen Zukunft hier vorstellen.

Kleinere und neue Marken. Ich war bei ganz vielen bekannten Marken – nicht. Ich kenne die schon, ich kann mir ihre Produkte in diversen großen Läden hier in München ansehen, selbst, wenn das allerneueste, was jetzt auf der ISPO präsentiert wurde, nicht dabei ist. Ich fand es viel spannender, herumzuschlendern und dahin zu gehen, wo ich etwas sehe, was ich noch nicht kenne. Kleinere Marken, Familienunternehmen. Neue Marken, die nur ein ganz kleines Sortiment haben, das mich aber interessiert hat.

So teste ich gerade für Euch SmellWell, die schwedische Lösung für stinkende Laufschuhe, die bei mir dann jetzt eben nicht mehr stinken 🙂 Kleine Dinge, aber fein.

Technik. Da hinke ich ja ohnehin immer ziemlich der Zeit hinterher bzw. selbst wenn ich tolle Geräte habe wie meine beiden Garmin-Uhren, bin ich weit davon entfernt, die Möglichkeiten dieser Dinge auszuschöpfen, schon weil ich zu ungeduldig bin, mich lange genug damit auseinanderzusetzen (ich will schließlich raus und rumrennen statt drinnen Gebrauchsanweisungen studieren). Trotzdem bin ich interessiert zwischen all den Ständen mit neuen technischen Dingen herumspaziert und habe gestaunt. Bald stelle ich euch hier z.B. das Kinematix Tune vor, bei dem eine Einlegesohle unter die Sohle des Laufschuhs gelegt wird, die dann Euer Laufverhalten genau aufzeichnet und analysiert und mit Hilfe einer App Trainingstipps gibt. Ich bin gespannt.

Lustige Geschenke. Das ist jetzt zum Abschluss nicht ganz ernst gemeint, aber ich bin tatsächlich mit mehreren Taschen voller Testprodukte und Geschenke nach Hause gekommen. Mein Favorit: Filzblumen von Luis Trenker, die in meinem Büro eine echte Grünpflanze verzieren und ein Schlafsack für mein Handy, damit es im Winter schön warm bleibt und sich nicht entlädt 🙂

Kurzum: Mir hat die ISPO Spaß gemacht, auf einige dort geknüpfte Kontakte werde ich sicherlich zukünftig aufbauen können. Und: Es gibt so unglaublich viele Outdoor- und Sportbegeisterte, es gibt außerdem viele tolle Produkte, mit denen wir uns für unsere Leidenschaft ausstatten können. Laufen und die Berge hochkommen müssen wir allerdings trotzdem weiterhin aus eigener Kraft, egal wie schick wir dabei aussehen.

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