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Von der Bedeutung mentaler Stärke

Wir wissen alle, dass die mentale Stärke eine ungeheuer große Rolle im Ausdauersport spielt. Die körperliche Fitness muss natürlich da sein, aber der Kopf muss auch mitspielen, der Wille, das nahezu unmögliche zu erreichen, muss da sein.

Davon geht der Sportjournalist Matt Fitzgerald in seinem Buch aus: „Die grundlegende Herausforderung von Langstreckenrennen ist eine mentale.“ (S. 14)

Matt Fitzgerald
Siegen ist Kopfsache.
Die mentalen Erfolgsstrategien der Ausnahme-Ahtleten
spomedis Verlag: Hamburg 2016

Umschlag_SIEGEN_KOPFSACHE_3D

Und hier geht es darum, wie wir mit Schmerzen, mit dem Gefühl, aufhören zu wollen, umgehen. Fitzgeralds Credo: „Man kann als Ausdauersportler nur besser werden, wenn man seine Beziehung zur Anstrengungswahrnehmung ändert.“ (S. 24) Wir haben, wenn wir erschöpft sind, immer noch eine physische Reserve, so der Autor. Wir müssen uns wappnen, müssen damit rechnen, dass das nächste Rennen potenziell weh tun wird, um uns mental für den Wettkampf zu rüsten. Und wir alle wissen, wir ungeheuer beglückend es ist, über den Punkt, an dem man eigentlich aufgeben möchte, hinausgegangen zu sein.

Um die Bedeutung mentaler Strategien und mentaler Stärke zu verdeutlichen, erzählt Fitzgerald die Geschichte zahlreicher Läufer, Radfahrer und Triathleten. Er zeigt auf, wie mentale Kraft ihnen hilft, physische Grenzen zu verschieben. Diese Berichte sind  spannend, es macht Spaß, sie zu lesen, ich habe mit vielen Athleten bei der Lektüre mitgefiebert. Diese Erzählungen handeln mitunter vom Scheitern, dann aber davon, wie die Athleten wieder aufstehen, sich schütteln, weitermachen und nach den Rückschlägen mental stärker zurückkommen.

Die Frage, die diese Athleten sich stellen mussten und die wir (ambitionierten) Freizeitsportler uns auch immer wieder stellen müssen vor schwierigen Wettkämpfen oder anderen Herausforderungen ist, so Fitzgerald, diese: „Wie sehr willst du es?“ – es geht also um die Motivation: „Hinter der Frage, wie sehr ein Sportler sein Bestes geben möchte, steckt eine tiefer gehende Frage – die Frage […]: Ist es das wert? Wie stark die Motivation eines Sportlers ist, die für sich bestmögliche Leistung zu bringen, wird größtenteils vom Wert bestimmt, den er der jeweiligen Sache beimisst.“ (S. 314)

Vieles in dem Buch ist für Sportler, die sich bereits mit Fragen mentaler Strategien auseinandergesetzt haben, nicht unbedingt neu. Trotzdem habe ich es mit Gewinn gelesen, vor allem die vielen Beispiele starker Athleten habe ich als sehr inspirierend empfunden.

Das bin ich

Dr. Andrea Löw, Historikerin und leidenschaftliche Läuferin. Hier nehme ich euch auf meine Laufabenteuer und Reisen mit.

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