Traumtage im Berchtesgadener Land

Bei Dauerregen zu einem Workshop am Obersalzberg angereist – und dann Traumtage in den Bergen bei strahlendem Sonnenschein im Berchtesgadener Land gehabt.

Am Freitagmittag war ein Workshop in der Dokumentation Obersalzberg zu Ende, da war es für mich natürlich klar, am Wochenende in den Bergen zu bleiben. Gut ausgestattet mit gleich zwei Büchern mit Touren in der Region und einer Menge Material, dass ich kürzlich auf der Reisemesse f.r.e.e. mitgenommen hatte, konnte ich mich kaum entscheiden, was ich alles machen wollte.

Der Regen ließ pünktlich am Freitag nach und so machte ich mich nach dem Ende des Workshops von meiner Unterkunft in Ramsau (dem wunderbaren Hotel Rehlegg) aus auf den Weg zu einem feinen Nachmittagslauf Richtung Wimbachbrücke und zum Wimbachschloss. Je höher ich kam, desto mehr Schnee lag, aber es war lange Zeit gut laufbar und irre beeindruckend, neben dem Geröll, dem Wimbachgries,  und nahezu eingezwängt zwischen Hochkalter und Watzmann zu laufen.

Als der Schnee nach dem Schloss tiefer wurde, gab es nur noch Tierspuren, zweimal haben Rehe unmittelbar vor mir den Weg gekreuzt – ganz wunderbar war es. Da der Himmel irgendwann wieder dunkler, zugleich der Schnee immer tiefer wurde, habe ich noch vor dem Erreichen der Wimbachgrieshütte den Rückweg angetreten. Aber eine schöne Runde war es allemal und am Ende war ich immerhin 16 Kilometer gelaufen.

Am Samstag ging es für mich dann hoch hinaus, auf den Jenner, und zwar mit Schneeschuhen. Eine von der Nationalparkverwaltung durchgeführte (kostenfreie!) Wanderung hatte ich im Programm entdeckt. Ausgerüstet mit Schneeschuhen und nagelneuen Teststöcken machten wir uns vom Wanderparkplatz Hinterbrand aus auf den Weg. Die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel, es war einfach wunderbar.

Je höher wir kamen, desto überwältigender das Panorama. Die letzten steilen Meter zum Gipfel ohne Schneeschuhe zurückgelegt, genießen wir den Ausblick: Königssee, Watzmann, nahezu alles, was man mit dem Berchtesgadener Land assoziiert, sieht man von hier oben. Traumhaft! Mir kommt in den Sinn, was die Bergführerin Nina Schlesener über den Jennergipfel geschrieben hat: „Dort liegt einem der Talkessel sprichwörtlich zu Füßen, und mir kommen dann Ludwig Ganghofers Worte ins Gedächtnis: ‚Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land.‘“

Runter geht es, mit viel weniger Kilometern, dafür mitunter recht steil, die Skipiste – Spaß hat es gemacht, großen Spaß! Und die schweren Beine werden am späten Nachmittag noch in der Sauna hochgelegt. Regeneration nicht vergessen 😉

Vor der Heimreise am Sonntag habe ich dann noch das große Vergnügen, dass mir Steve von uptothetop – Autor eines Tourenbuches mit phantastischenTrailrunning-Strecken im Berchtesgadener Land – den Dötzenkopf zeigt, ja genau, DEN Dötzenkopf. Seit geraumer Zeit verfolge ich all die verrückten Rekorde rund um das Dötzi-Skyrace auf Facebook, jetzt laufe ich da also endlich selbst rum. Ich kann jetzt mitreden – allerdings gänzlich ohne Rekorde, sondern mit einer gemütlichen, aber bei Frühlingswetter wunderschönen und schneefreien Runde auf den Gipfel mit tollem Ausblick auf Bad Reichhall.

Eins steht nach meinen drei sehr unterschiedlichen, aber allesamt tollen Touren (und ja auch schon seit den Salomon 4 Trails 2015 in der Region) fest: Wenn der Schnee weg ist und viel mehr belaufen werden kann im Berchtesgadener Land, dann muss ich dringend wieder hin. So vieles gibt es dort noch zu entdecken für mich und alle anderen Bergliebhaber. Steve, Achtung, ich bin bald wieder da 🙂

2 Gedanken zu „Traumtage im Berchtesgadener Land“

  1. Hey Andrea,

    nochmals danke fürs vorbeikommen und für deinen Bericht.
    Wenn du wieder in der Gegen bist, dann gib Bescheid. Es gibt noch soooo viel zu entdecken.

    Falls wir uns nicht mehr sehen: Viel Spaß in der Wüste

    LG aus Bad Dötzi-Hall 😉

    Steve

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